Frankfurt/Main. Einen Monat vor dem Start der Umweltzone in Frankfurt kommen die Vorbereitungen auf Touren. Die Schilder würden in den nächsten Wochen aufgestellt, sagte Wendelin Friedel vom Umweltdezernat am Freitag. Vom 1. Oktober an dürfen nur noch schadstoffarme Autos nach Frankfurt, die Umweltzone umfasst den größten Teil des Stadtgebiets. Ziel ist die Senkung des Feinstaubgehalts in der Luft. Nach einer EU-Verordnung darf der Wert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft an höchstens 35 Tagen im Jahr überschritten werden. 2007 wurde der Grenzwert in Frankfurt an 33 Tagen überschritten, in diesem Jahr bisher an 17 Tagen. Wer ab Oktober ohne Plakette in der Umweltzone unterwegs ist, muss 40 Euro Bußgeld zahlen und bekommt einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Sonderkontrollen zur Einhaltung der Plakettenpflicht soll es allerdings nicht geben. Polizei und Ordnungsamt würden im Rahmen ihrer normalen Streifen kontrollieren, sagte Friedel. Rund 16.000 in Frankfurt zugelassene Fahrzeuge erfüllen nicht die Voraussetzung für eine der nötigen Plaketten und brauchen eine Ausnahmegenehmigung. Bisher seien knapp 400 solche bis Ende 2009 befristeten Ausnahmegenehmigungen erteilt worden, sagte Friedel. Sie werden beispielsweise Handwerksbetrieben zugestanden, deren Fahrzeuge nicht mit Dieselfilter oder Katalysator nachrüstbar sind und deren Ersatz wirtschaftlich nicht vertretbar wäre. Von den rund 200.000 Pendlern, die täglich von außerhalb mit dem Auto nach Frankfurt kommen, seien schätzungsweise 10.000 betroffen, sagte Friedel. Weder Plakette noch Ausnahmegenehmigung brauchen unter anderem Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst, aber auch Autos von Behinderten und Oldtimer mit H-Kennzeichen. (dpa)
Frankfurter Umweltzone in den Startlöchern
Vorbereitungen für Frankfurter Umweltzone kommen auf Touren, ab 1. Oktober dürfen nur noch schadstoffarme Fahrzeuge einfahren