Hamburg. Hamburg entwickelt sich immer mehr zu einem Anwendungsschwerpunkt für alternative Antriebe. Im besonderen Interesse steht dabei die Brennstoffzelle. Mit einer symbolischen Rundfahrt im neuen Brennstoffzellen-Gepäckwagen-Schlepper läutete jetzt Hamburgs Umweltsenator Michael Freytag gemeinsam mit Michael Eggenschwiler, Sprecher der Geschäftsführung der Hamburg Airport, einen auf zwei Jahre befristeten Feldversuch am Flughafen der Hansestadt ein. Insgesamt zwei dieser Fahrzeuge, die vom Hamburger Flurfördermittelhersteller Still geliefert wurden, werden jetzt auf Herz und Nieren überprüft. Die knapp 4,5 Tonnen schweren Fahrzeuge selbst beruhen auf dem serienmäßigen Elektroschlepper R 07-25. Neben Still beziehungsweise der Kion Group wirken an dem Vorhaben auch der Industriegase-Hersteller Linde Group sowie die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) mit. Linde wird bis Jahresende auf dem weitläufigen Flughafen-Areal eine besondere Wasserstoff-Tankstelle bauen, so dass die Fahrzeuge, deren Einsatzdauer auf einen Schichtbetrieb (acht Stunden) bemessen ist, schnell betankt werden können. Zu den Projektkosten von rund 1,2 Millionen Euro steuert die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU), rund 428.000 Euro bei. Indes erfuhr die VR vor Ort, dass die Brennstoffzellen-Technologie Anfang 2007 in einem weiteren Hamburger Verkehrsunternehmen probehalber zum Einsatz kommen soll, nämlich bei der HHLA Rhenus Logistics. Der Flughafen Hamburg ist bestrebt, seinen Vorfeldfuhrpark nach und nach durch emissionsarme beziehungsweise emissionslose Fahrzeuge zu ersetzen. (eha)
Flughafen Hamburg: Feldversuch mit Brennstoffzellen-Schlepper
Zweijähriger Feldversuch gestartet: Hansestadt fördert alternative Antriebe mit mehr als 400.000 Euro