Frankfurt/Main. Die Nachfrageschwäche bei der Lufthansa hat sich im März deutlich verringert. Sowohl bei den Passagierzahlen als auch bei der Fracht lagen die Rückgänge nicht mehr so hoch wie im Januar und Februar 2009, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Allerdings wird die Statistik auch dadurch beeinflusst, dass die Osterfeiertage in diesem Jahr erst auf den April fallen. Stärker sind die Rückgänge weiterhin im Frachtgeschäft, das als ein Frühindikator der Konjunktur gilt. Im März transportierte Lufthansa 123.000 Tonnen Fracht, das sind 20 Prozent weniger als im März 2008. In den Monaten Januar und Februar lagen die Rückgänge noch bei rund 25 Prozent. Der Vergleich sei allerdings durch den Ostereffekt beeinflusst. Der drastische Nachfragerückgang in der Luftfrachtbranche habe im März unverändert angehalten, hieß es in der Mitteilung. Als Reaktion auf die Nachfrageschwäche hatte Lufthansa bei der Fracht Kurzarbeit eingeführt. Auch für 1000 Bodenmitarbeiter in der Passagierbeförderung an dezentralen Standorten wurde ein Antrag auf Kurzarbeit gestellt. Bereits seit Mitte 2008 hatte Lufthansa Neueinstellungen in weiten Teilen des Konzerns gestoppt, den Überstundenabbau verstärkt und vermehrt Teilzeit-Modelle und Sonderurlaube angeboten. (dpa)
Flaute bei Lufthansa schwächt sich ab
Frachtumschlag der Fluggesellschaft im März dennoch 20 Prozent unter Vorjahresniveau