Eine fragwürdige Infrastruktur-Investition an der EU-Ostgrenze befürchtet der burgenländische Straßenbaureferent Johann Schmidt. Auf Drängen der beiden österreichischen Bundesminister Ernst Strasser (Inneres) und Karl-Heinz Grasser (Finanzen) investiert Österreich in den Bau einer längst überfälligen Wartespur am österreich-ungarischen Grenzübergang Klingenbach; noch dazu auf ungarischem Staatsgebiet. Von Schmidts Argument, dass die Grenzkontrolle nach dem EU-Beitritt Ungarns entfallen werde, ließen sich die beiden Minister nicht überzeugen. Eine noch größere Fehlinvestition dürfte das vor kurzem gebaute Abfertigungsgebäude Kittsee-Jarovce an der Grenze zur Slowakei sein. Weil noch keine leistungsfähige Straßenverbindung besteht, ist dieser Übergang für Lkw über 7,5 Tonnen Höchstgewicht gesperrt. Nach Fertigstellung der Straße im Jahr 2006 wird es dort vermutlich aber keine Grenzkontrolle mehr geben. (vr/rv)
Fehlinvestition an der Ostgrenze
Österreich investiert in Grenzübergänge, die bald entfallen