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Fahrzeughersteller sollen Klimaschutz ernst nehmen

Der Widerstand der Automobilindustrie gegen strengere Klimaschutzauflagen ist nach Ansicht von Umweltexperten von wirtschaftlichen Überlegungen getrieben
© Foto: ddp/Sascha Schürmann

Sparsamere Fahrzeuge und Tempolimits sind nach Ansicht der Umweltorganisation Transport & Environment politische Mittel für effizienten Klimaschutz


Datum:
17.09.2010
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Brüssel. Sparsamere Fahrzeuge und eine Verringerung der Geschwindigkeit im Straßenverkehr sind nach Ansicht der Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) die besten Ansätze, um den Ausstoß an CO2 im Verkehr zu senken. Alle Bemühungen der EU-Politik, diese Ziele zu erreichen, seien richtig unter der Voraussetzung, dass es die EU ernst meine mit dem von ihr selbst formulierten Vorhaben, Europa mittelfristig zu einer Gesellschaft mit niedrigem Kohlendioxid-Ausstoß zu machen. Das sagte T&E-Mitarbeiterin Kerstin Meyer am Donnerstagabend im Rahmen des „Forum Mobilität", ein informeller Kreis der Brüsseler Interessensvertreter für Verkehrspolitik bei der EU. T&E beschäftigt sich in Brüssel mit europäischer Verkehrspolitik.

Laut Meyer müsse sich die EU deshalb mit drei zentralen Themen beschäftigen. Am wichtigsten sei es, die Effizienz der Verkehrssysteme zu steigern. „Dass Großbritannien zum Beispiel genau so viel Milch importiert, wie es exportiert, ist verkehrstechnisch nicht sinnvoll", sagte sie. Maßnahmen wie die Eurovignette oder eine Energie-Steuer, um den Verkehr teurer zu machen und dadurch zu reduzieren, hält die Umweltorganisation deshalb für richtig.

Das zweitwichtigste Handlungsfeld sieht sie bei der Verbesserung des Energieverbrauchs der Fahrzeuge. Dies sei die preiswerteste Art, CO2 zu sparen. Argumente der Automobilindustrie, dass allzu rasche Senkungen des CO2-Ausstoßes bei Fahrzeugen technisch nicht möglich seien – gerade in der aktuellen Diskussion um die Festlegung von Grenzwerten für leichte Nutzfahrzeuge wird dieses Argument oft genannt – lässt Meyer nicht gelten. „Die Studien der EU-Kommission haben gezeigt, dass niedrige Werte machbar sind", sagte sie. Der Widerstand der Automobilindustrie sei von wirtschaftlichen Überlegungen gesteuert. Nicht von dem, was machbar sei.

Die Suche nach neuen Antriebsarten statt Öl müsse schließlich die dritte Aufgabe der EU-Politik sein, wenn sie tatsächlich trotz deutlichen Anstiegs des Fahrzeugmarkts in den kommenden zehn Jahren den CO2-Ausstoß in Europa verringern wolle. (kw) 

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