Die deutsch-dänische Fährreederei Scandlines, die größte Reederei im Ostseeraum, bricht auseinander. Nach Angaben des Gesamtbetriebsrates haben sich die Anteilseigner, die Deutsche Bahn und die Dänische Staatsbahn, die jeweils 50 Prozent der Scandlines-Anteile halten, auf eine Trennung verständigt. Auf der Aufsichtsratssitzung am 16. Mai soll die Auflösung der 1998 beschlossenen Fusion der deutschen Fährgesellschaft Ostsee (DFO) und der dänischen Scandlines A/S offiziell bekannt gegeben werden. Welche Folgen das Zerbrechen der höchst erfolgreichen Fusion für die 2700 Beschäftigte hat, darüber gibt es derzeit nur Spekulationen. Würden die ehemaligen Partner auf der lukrativen Vogelfluglinie zwischen Puttgarden und Rödby wieder in Konkurrenz treten, seien viele Arbeitsplätze nicht mehr zu halten, heißt es in den Lübecker Nachrichten. Die Zeitung zitiert einen Insider, der es für einen "betriebswirtschaftlichen Irrsinn" hält, die Partnerschaft zu zerbrechen, "nur weil fünf oder sechs Leute im Aufsichtsrat sich nicht verstehen." Scandlines erwirtschaftete im Jahr 2000 einen Umsatz von 434 Millionen Euro bei einem Nachsteuer-Ergebnis von 21,3 Millionen Euro. (vr/dpa/jk)
Fährreederei Scandlines bricht auseinander
Deutsche Bahn und Dänische Staatsbahn wollen erfolgreiche Fusion auflösen