Die von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig eingesetzte Expertengruppe zur Trennung von Schienennetz und Betrieb hat ihre Arbeit aufgenommen. Der SPD-Politiker bekräftigte, dass die Trennung beschlossene Sache sei. "Über das Wie wird hier entschieden". Die Fachleute sollen bis zum Herbst Vorschläge erarbeiten, um die vom Bund als Eigentümer geplante Herauslösung des Schienennetzes in eine rechtliche Form zu gießen. Die Varianten reichen nach den Worten des Ministers von einer Abspaltung "im Bereich der Bahn-Holding bis zu einer vollständigen Herauslösung oder der Einrichtung einer Regulierungsbehörde". Bahnchef Hartmut Mehdorn sagte vor Beginn der ersten Sitzung, er ziehe weiterhin den Verbleib des Netzes im Bahnkonzern vor. Bodewig betonte, der DB- Vorstandsvorsitzende solle "seine Auffassung ruhig einbringen". Für die Abtrennung des Netzes habe er zudem "breite Unterstützung" bei Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), der SPD-Bundestagsfraktion und dem Parteivorstand der Sozialdemokraten. Die Arbeitsgruppe wird von dem Vorsitzenden der nordrhein-westfälischen Bahn-Kommission, Franz-Josef Kniola geleitet. Neben Vertretern des Verkehrsministeriums gehören dem Gremium noch die Staatssekretäre Manfred Overhaus vom Bundesfinanzministerium und Alfred Tacke vom Bundeswirtschaftsministerium an. (vr/jök)
Experten beginnen mit Beratungen über die Zukunft des Schienennetzes
Bodewig verweist auf "breite Unterstützung" in Partei und Regierung