Die regionale Zollverwaltung an der Wolga beginnt noch in diesem Jahr mit dem Erproben elektronischer Unterschriften beim Dokumentenaustausch. Nachdem das entsprechende Gesetz in Russland verabschiedet ist, soll ab 2006 das neuen Verfahren in sämtlichen Kontrollstellen reibungslos funktionieren. Michail Wanin, der Chef des Staatlichen Zollkomitees, spricht sogar schon von 2004 als Jahr der allgemeinen Computerisierung bei allen Behörden. Zuvor aber soll die Weltbank großzügig sein. Weil der russische Staatshaushalt die Pläne von Wanin nicht finanziert, baut man auf einen internationalen Sonderkredit in Höhe von 140 Millionen Dollar. Hauptargument ist die Zeitersparnis, von der westliche Speditionen beim vollautomatisierten Zoll profitieren. Tatsächlich gelten die Moskauer Kontrolleure trotz zahlreicher Reformen noch immer als die langsamsten Europas. Für ihre bessere Ausstattung ist ihre Klientel nach Regierungsmeinung auch bereit, höhere Tarife zu zahlen. (vr/jpd)
Experiment an der Wolga
Computer sollen Arbeit der Moskauer Kontrolleure beschleunigen