Paris. Durch den Bau eines auf 370 Stellplätze ausgelegten zusätzlichen Terminals am Standort Calais plant Eurotunnel, den LKW-Verkehr durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal von derzeit 1,5 Millionen bis 2020 auf zwei Millionen LKW-Passagen pro Jahr zu bringen. Bisher stehen in Calais erst 200 Plätze zur Verfügung.
Das neue Terminal soll im Frühjahr kommenden Jahres in Betrieb genommen und mit einer Schnellspur ausgerüstet werden, um die Abfertigungsdauer noch mehr zu verkürzen. Das kündigte Eurotunnel-Chef Jacques Gounon nach Medienberichten bei der Grundsteinlegung an. Man wolle den jetzigen Marktanteil im LKW-Transit von 38 Prozent auf 45 oder auch 50 Prozent steigern. Vorgesehen für das Projekt sind 30 Millionen Euro Investitionssumme. Es soll vollständig gesichert und permanent bewacht sein und des weiteren über eine Tankstelle und ein Restaurant verfügen. Für die Nutzung der Schnellspur soll ein Tarifaufschlag verlangt werden. Gegenwärtig fertigt Eurotunnel pro Stunde sechs Fahrzeuge ab, demnächst acht.
Die Gruppe werde auch die Zahl der LKW-Shuttlezüge um 3 auf 18 erhöhen, sagte Gounon, womit sich die Abfahrtfrequenz von heute 10 Minuten auf dann sieben Minuten verringere. Die neuen Züge würden in zwei Jahren einsatzbereit sein und „mehrere 10 Millionen Euro kosten“. Ziel sei, den LKW-Verkehr ebenso flüssig zu machen wie dies heute der Fall sei für den PKW-Transit. Im letzten Jahr hat der Fracht-Transport durch den Tunnel um fünf Prozent zugelegt. (jb)