Wie Eurotunnel am Montag bei der Vorlage des vorläufigen Jahresergebnisses mitteilte, bleiben der Markt gedämpft und der Preiswettbewerb hart. Die Aktie verlor im festen Gesamtmarkt knapp zehn Prozent an Wert. Im abgelaufenen Jahr schrumpfte der operative Gewinn um 18 Prozent auf 248 Millionen Euro. 2003 sei ein hartes Jahr mit einem schwachen Marktumfeld und heftigen Preiskämpfen gewesen, sagte Eurotunnel-Chef Richard Shirrefs. Unter dem Strich belief sich der Fehlbetrag auf 1,9 Milliarden Euro. Die ist vor allem auf hohe Abschreibungen wegen Wertminderungen zurückzuführen. Eine Vergleichzahl für den Fehlbetrag des Vorjahres nannte Eurotunnel nicht. Das Unternehmen hatte bereits mitgeteilt, dass der Umsatz im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 813 Millionen Euro zurückgegangen war. Seinen Schuldenberg baute Eurotunnel um 219 Millionen Euro auf 1,7 Milliarden Euro ab. Unter der Voraussetzung, dass die Gläubiger zustimmten, wolle Eurotunnel die Tunnel-Zugangsgebühren für Zugbetreiber ab dem kommenden Jahr deutlich senken, kündigte das Unternehmen an.
Eurotunnel mit hohen Verlusten
Der Kanaltunnelbetreiber Eurotunnel rechnet nach einem rückläufigen Ergebnis im vergangenen Jahr auch in naher Zukunft nicht mit einer Verbesserung seines Geschäfts. Niedrigere Preise sollen daher Kunden locken.