Für Pferde, Rinder, Ziegen, Schafe und Schweine sollen auf lange Strecken künftig bessere Transportbedingungen gelten. Das ist Gegenstand eines neuen Richtlinienvorschlags, den die EU-Kommission jetzt verabschiedet hat. Danach müssen Straßenfahrzeuge, in denen Tiere länger als acht Stunden befördert werden, neue, wissenschaftlich begründete Standards zur Kontrolle von Belüftung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit erfüllen. Die Fahrzeuge müssen mit einem Überwachungs- und Warnsystem für Luftfeuchtigkeit und Temperatur ausgestattet sein. Die neue Richtlinie soll EU-weit gelten. Das Thema Langstreckentransporte von Tieren, besonders von Pferden, werde aber auch bei den laufenden EU-Beitrittsverhandlungen mit bestimmten mittel- und osteuropäischen Ländern erörtert, teilte die Kommission mit. Für die Kosten der Umsetzung der neuen Bestimmungen veranschlagt die Kommission drei bis fünf Prozent der Gesamtkosten des Fahrzeugs. Dem stehe jedoch der Nutzen gegenüber, dass die Tiere sich wohler fühlten, die Sterbequote während des Transports sinke und die Tiere ihren Bestimmungsort gesünder erreichten. (vr/jk)
EU will Tiertransporte neu regeln
Langstreckentransporte auch Thema bei EU-Betrittsverhandlungen