In Vorbereitung auf die EU-Osterweiterung wird die EU eine engere Zusammenarbeit zwischen den benachbarten Grenzgebieten von Bayern und Tschechien fördern. Ein entsprechendes "Interreg-Programm" beschloss die EU-Kommission am 10. August in Brüssel. Zu seinen Schwerpunkten gehört die Verbesserung der Verkehrswege zwischen den Grenzregionen. Sie erhalten bis 2006 gut 250 Millionen Mark, die jeweils zur Hälfte aus EU-Töpfen und aus nationalen, regionalen und privatwirtschaftlichen Quellen kommen. EU-Regionalkommissar Michel Barnier betonte, dass die Finanzhilfe auch der Entwicklung der Klein- und Mittelbetriebe gelte. Zwei weitere Förderpogramme wurden für die Grenzbereiche im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien bestätigt. Danach erhalten Sachsen und das polnische Niederschlesien bis 2006 rund 110 Millionen Mark, wovon die EU 85 Millionen übernimmt. Die sächsischen und tschechischen Grenzregionen werden mit über 480 Millionen Mark unterstützt, von denen die EU 70 Prozent beisteuert. Laut Kommissar Barnier wird damit den EU-Plänen für Raumentwicklung und Transeuropäische Verkehrsnetze Rechnung getragen. Das ebenfalls genehmigte "Interreg-Programm" Österreich/Slowenien hat ein Budget von 109 Millionen Mark. (vr/dw)
EU-Osterweiterung: Hilfe für Grenzregionen
250 Millionen Mark zur Verbesserung der Verkehrswege zwischen den Nachbarländern