Die Europäische Kommission hat im Rahmen des aktuellen EU‑Haushalts den letzten Förderaufruf der Connecting Europe Facility (CEF) für den Verkehrssektor gestartet. Ein Schwerpunkt liegt auf Investitionen in den Straßengüterverkehr – insbesondere in Ladeinfrastruktur, Digitalisierung und effiziente Grenzabfertigung.
Branchenvertreter bewerten das Paket als wichtiges Signal für die weitere Transformation des Verkehrs.
Die Förderung konzentriert sich vor allem auf öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur. Auch Anlagen an Logistikstandorten können berücksichtigt werden, sofern sie bestimmte Anforderungen erfüllen und rund um die Uhr zugänglich sind.
Reine Depotlösungen für einzelne Unternehmen sind dagegen aktuell nicht Bestandteil des Programms.
Neben der Ladeinfrastruktur werden weitere Bereiche adressiert. Für Digitalisierung und Innovation im Straßenverkehr stehen zusätzliche Mittel bereit.
Gefördert werden unter anderem:
- Technologien für vernetzte und automatisierte Fahrzeuge
- Systeme zur Kommunikation zwischen Fahrzeug und Infrastruktur
- sowie Lösungen zur Optimierung von Transportprozessen
Auch die Verbesserung von Grenzübergängen ist Teil des Programms, um Verzögerungen im internationalen Verkehr zu reduzieren.
Der aktuelle Aufruf ist die letzte Fördermöglichkeit im laufenden EU‑Haushalt bis 2027. Unternehmen und Projektentwickler können ihre Anträge bis Anfang Oktober einreichen.
Für die Branche bietet sich damit kurzfristig die Chance, Projekte in Infrastruktur und Digitalisierung umzusetzen.