Nach einem überraschend hohen Verlust im ersten Quartal steuert der Maschinen- und Nutzfahrzeugekonzern MAN auf einen weiteren Stellenabbau zu. "Wir werden um ein Restrukturierungsprogramm bei MAN Technologie nicht herumkommen", sagte MAN-Chef Rudolf Rupprecht am Mittwoch in München. MAN hatte bisher den Abbau von konzernweit 6000 Stellen angekündigt. Im ersten Quartal musste MAN vor Steuern einen Verlust von 75 Millionen Euro verbuchen. Analysten hatten mit einem kleinen Gewinn gerechnet. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern einen Gewinn von 91 Millionen Euro erzielt. Der Umsatz sank im ersten Quartal um sieben Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Der Auftragseingang brach um fast ein Fünftel auf 3,5 Milliarden Euro ein. Dabei verzeichneten alle Bereiche außer den Finanzdienstleistungen Einbußen. Trotz der Rückgänge will Rupprecht vorerst an den Prognosen für das Gesamtjahr festhalten. Das Ergebnis vor Steuern solle weiterhin über dem schwachen Vorjahreswert von 213 Millionen Euro liegen. "Allerdings ist es eindeutig schwieriger geworden, das Ziel zu erreichen." Der Umsatz soll in diesem Jahr leicht auf 15,5 bis 16 Milliarden Euro sinken. Im Nutzfahrzeugebereich, wichtigstes Standbein des MAN-Konzerns, spürte der Konzern laut Rupprecht im April eine deutliche Erholung im Auftragseingang. Es sei aber noch nicht sicher, ob der Aufschwung nachhaltig sei. Im ersten Quartal sanken die bereinigen Umsätze in der Lastwagensparte um 20 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro. Der Verlust vor Steuern betrug 75 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Rupprecht aber mindestens eine "schwarze Null". (vr/dpa)
Erstes Quartal: MAN mit hohem Verlust
Der Münchner Konzern steuert auf weiteren Stellenabbau zu