Düsseldorf. Im Tarifkonflikt des privaten Güterverkehrsgewerbes von Nordrhein-Westfalen bereitet die Gewerkschaft Verdi erste Warnstreiks vor. In dieser Woche seien erste Warnstreikaktionen geplant, sagte der für Spedition und Logistik zuständige Verdi-Fachbereichsleiter NRW, Uwe Speckenwirth. Die Gewerkschaft habe sieben Prozent mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung gefordert. "Davon sind wir meilenweit entfernt", betonte er mit Blick auf ein Arbeitgeberangebot. Außerdem sei eine geringere Tariferhöhung für die Kraftfahrer für die Gewerkschaft nicht akzeptabel. Die Tarifverhandlungen für die 100.000 Beschäftigten der Branche waren in der vierten Verhandlungsrunde am Donnerstag ergebnislos geblieben. Es gebe keinen neuen Termin, teilte der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW am Freitag in Düsseldorf mit. Der Arbeitgeberverband betonte, er habe ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Es sehe eine Erhöhung von 2,8 Prozent ab 1. September und eine weitere von 1,9 Prozent im nächsten Jahr vor. Bei Kraftfahrern sollten die Erhöhungen jeweils 0,5 Prozentpunkte niedriger ausfallen. Dafür wollten die Arbeitgeber die Freistellung und Kosten für die Weiterbildung der Fahrer tragen. Von den etwa 100.000 Beschäftigten der Branche in NRW ist nach Arbeitgeberangaben schätzungsweise jeder Dritte ein Fahrer. Neben Speditionen, Logistikfirmen und Möbeltransporteuren gehörten unter anderem auch Kurier- und Paketdienste zu der Branche. (dpa)
Erste Warnstreiks im NRW-Güterverkehrsgewerbe geplant
Tarifkonflikt: Geringere Tariferhöhung für die Kraftfahrer ist laut Verdi nicht akzeptabel