Entscheidung zu Etihad-Einstieg bei Air Berlin erst 2015

01.12.2014 15:06 Uhr
Etihad
Die Entscheidung, wie Etihad bei Air Beriln einsteigen darf, fällt erst im kommenden Jahr
© Foto: Picture Alliance/Boeing graphics

Air Berlin muss wohl noch bis ins nächste Jahr bangen, ob die Behörden den Einstieg der Partner-Airline Etihad absegnen. Auch die Kanzlerin sorgt sich einem Bericht zufolge um die Fluggesellschaft.

Berlin. Über den Einstieg der arabischen Airline Etihad bei Air Berlin wird nach einem Medienbericht erst im nächsten Jahr entschieden. Das berichtet die „WirtschaftsWoche” unter Berufung auf Kreise des Bundesverkehrsministeriums. Die Behörde äußerte sich zunächst auf Anfrage nicht dazu. Einem Bericht des Magazins „Focus” zufolge hat sich auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in die Debatte um die Zukunft von Air Berlin eingeschaltet.

Derzeit prüft das Luftfahrtbundesamt (LBA) das Etihad-Investment bei Air Berlin. Dabei geht es darum, ob Etihad die deutsche Fluggesellschaft - die Nummer Zwei nach Lufthansa - beherrscht. Mit Ergebnissen war eigentlich in diesen Wochen gerechnet worden. Das LBA untersteht Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

Jüngst hatte die Behörde 34 Flüge mit gemeinsamer Flugnummer von Air Berlin und Etihad im Winterflugplan untersagt. Das Verkehrsministerium hatte die Weisung aber kurz darauf aufgehoben.

Etihad hatte seinen Anteil an Air Berlin 2012 auf 29,2 Prozent aufgestockt und hat die Airline überdies mit Wandelanleihen und dem Ankauf des Bonusprogramms gerettet. An den Mehrheitsverhältnissen hängen die Verkehrsrechte Air Berlins in Europa. Entscheidet die LBA gegen Air Berlin, müsste die Linie einen großen Teil ihres Streckennetzes aufgeben.

Nach Informationen des „Focus” beschäftigt sich auch die Kanzlerin mit der Zukunft von Air Berlin. Merkel habe im Kabinett zu Dobrindt gesagt, sie wolle nicht „der Totengräber von Air Berlin sein”, berichtet das Magazin. Deutschland brauche den Wettbewerb von zwei starken nationalen Fluggesellschaften. Ein Regierungssprecher sagte auf Anfrage: „Zu einer angeblichen Äußerung im nicht-öffentlich tagenden Bundeskabinett äußern wir uns nicht.” (dpa)

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