Mit ihrem am 29. November vorgelegten "Grünbuch" zur Energie will die Prodi-Kommission eine Diskussion über die Entkrampfung der angespannten Versorgungslage anregen. Eine neue EU-Strategie soll aus der Spritpreiskrise führen. Bis zum Jahr 2020 werde ein Wachstum des Lkw-Verkehrs von 30 Prozent erwartet. Er schlucke heute fast die Hälfte des EU-Erdölverbauchs. Nötig seien spritsparende Motoren und neue Abgastechnologien, bessere Kraftstoffe, rationellere Transportabläufe und Frachtverlagerung auf umweltfreundlichere Verkehrsträger. Das erfordere eine revitalisierte Bahn und konzentrierte Investitionen für ihre Engpässe. Die EU produziere heute nur die Hälfte ihres Energiebedarfs. Werde nichts unternommen, müsste der Bedarf in zwanzig bis dreißig Jahren sogar zu 70 Prozent durch Einfuhren gedeckt werden. Diese Abhängigkeit müsse abgebaut werden. (dw)
Energie-Grünbuch mit Konsequenzen für den Lkw
EU-Kommission fordert Maßnahmen gegen Zuwachs im Lkw-Verkehr