Emirates Sky Cargo stellt auf All-in-Raten um

07.01.2015 10:32 Uhr
Spediteure begrüßen die Umstellung auf All-in-Raten bei Emirates Sky Cargo und hoffen, dass andere Airlines folgen

Zum 1. Februar 2015 ändert die Airline zunächst für alle Europa-Routen die Tarifstruktur. Später erfolgt die Umstellung für alle Strecken.

Dubai. In einem Schreiben an Kunden hat die Frachtfluglinie einen Wechsel ihrer Preispolitik angekündigt. Waren bisher die Forderungen für Sendungstransporte untergliedert in die eigentlichen Frachtraten und Zuschläge für Treibstoffverbrauch sowie Sicherheitsdienste, hebt die Airline künftig diese kalkulatorische Trennung auf. Beginnen am 1. Februar 2015 auf allen Europa-Routen wird SkyCargo so genannte All-in-Raten einführen, also nur noch einen vereinheitlichten Preis pro befördertes Kilogramm verlangen. Es folgt Anfang März die Umsetzung des integrierten Tarifgefüges auf allen übrigen Strecken der Linie.

Vereinfachung der Tarifstruktur

„Wir sind der Ansicht, dass diese Struktur einfacher (als die bisherige) ist und einen positiven Beitrag zur Preisgestaltung in der Luftfracht liefert“, heißt es an der Mitteilung der Fluglinie an die Spediteure.

Mit dem Schritt knüpft die arabische Frachtlinie an die Zeiten vor der deutlichen Verteuerung des Ölpreises in den neunziger Jahres des vergangenen Jahrhunderts an, als die Branche noch keine Aufsplitterung der Raten in einen Basistarif und Zuschläge kannte, sondern integrierte Beförderungspreise Standardpraxis waren.

Spediteure begrüßen neue Regelung

Von den Spediteuren wurde die Nachricht über die neue Tarifstruktur von Emirates positiv aufgenommen. Die ihnen von Fluglinien gezahlten Kommissionen für Cargotransporte basieren auf den reinen Frachtraten, schließen folglich Zuschläge für Kerosin und Sicherheit nicht ein. Dagegen hatten die Agenten oftmals protestiert, waren aber bei den Airlines mit ihrer Forderung auf die Wiedereinführung von all-in-Raten immer wieder abgeblitzt.

„Wir betrachten die von Emirates getroffene Entscheidung als grundsätzlichen Schwenk und nicht nur als aktuelle Reaktion auf die niedrigen Ölpreise“, wertet Geschäftsführer Reinhard Lankes vom Fachausschuss Luftfracht innerhalb des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) den Vorstoß der Fluglinie. Seine Organisation werde sich jetzt verstärkt an andere Airlines wenden, auch die Lufthansa Cargo, diesem Beispiel zu folgen, kündigt Lankes gegenüber der VerkehrsRundschau an. (hs)

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