Paris. In einem in Straßburg erstellten Vergleich zur Wettbewerbssituation links und rechts des Rheins schneiden die Transportunternehmen im Südwesten Deutschlands erheblich besser ab. Ihre Produktivität liege um 25 bis 30 Prozent höher und ihre Frachttarife seien für gleiche Leistungen um 15 bis 20 Prozent niedriger als im Elsass, heisst es. Die Studie hebt hervor, dass für Lkw-Fahrer in Frankreich eine spezielle Ausbildung vorgeschrieben sei, während in Deutschland der Besitz des Lkw-Führerscheins ausreiche. Ferner würden im Elsass die Lenk- und Ruhezeiten und erst recht die Fahrtenschreiber viel häufiger kontrolliert, und die Bußgelder seien auf der deutschen Seite ebenfalls geringer. Fazit: "Die deutschen Betriebskosten sind um 15 bis 20 Prozent niedriger", und dies trotz erheblich höherer Anschaffungspreise für Neu-Fahrzeuge, höherer Versicherungsbeiträge, Steuern, Fahrerlöhne und Treibstoffkosten. Als Gründe dafür nennt die Studie die rigoroseren Auflagen für das französische Gewerbe und die wesentlich niedrigeren Sozialabgaben auf der anderen Rheinseite. (vr/jb)
Elsass-Transporteure fürchten Konkurrenz aus Südwestdeutschland
Studie: Höhere finanzielle Belastung des elsässischen Transportgewerbes