Elektronische Frachtvergabe: Zeit und Telefonkosten sparen

28.11.2005 10:01 Uhr

Seit kurzem vergibt der luxemburgische Baumarkt-Zulieferer Kronospan seine Frachtaufträge über die Online-Vergabeplattform "Ticap" von Transporeon.

Sanem/Luxemburg. Ergebnis: Drei Monate nach Systemeinführung hätten sich die Telefonkosten im Bereich Versand um 60 Prozent und der Zeitaufwand für die Transportdisposition um 25 Prozent reduziert, teilt Kronospan mit. "Plattformen solcher Art sind die Zukunft der Transportvergabe. Sie werden sich nicht nur in der Logistik, sondern allgemein in der Industrie durchsetzen", sagt Peter Stadler, Geschäftsführer von Kronospan Luxembourg. Kronospan Luxembourg produziert OSB- und MDF-Platten für Baumärkte und die holzverarbeitende Industrie. "Unsere Disponenten vergeben 70 Ladungen am Tag und mussten bisher dafür 50 bis 60 Telefonate täglich führen", schildert Stadler. "Es konnte zwar vorkommen, dass mit einem Telefonat zwei bis drei Ladungen vergeben werden konnten, doch dann mussten wiederum etliche Spediteure angerufen werden, bis einer den Auftrag übernahm." Die Vergabe der Transporte war bislang größtenteils durch Rahmenverträge geregelt: Kronospan schrieb ein- bis zweimal im Jahr aus und die Spediteure erhielten sechs oder zwölf Monate lang die für sie anfallenden Transporte zugeteilt. Da diese Einrichtung jedoch nicht perfekt gewesen sei, wie Peter Stadler berichtet, hätten die Kronospan-Disponenten eine Vereinfachung der Abläufe und eine bessere Übersicht gewünscht. Erreicht werden sollte dies durch eine IT-gestützte Frachtvergabe. Kronospan entschied sich für die internetbasierte Software "Tisys" des Anbieters Transporeon, Ulm. "Das Programm hob sich durch die bereits bestehende Kundschaft, den logischen Aufbau und die einfache Bedienung von anderen Angeboten ab", begründet Kronospan-Geschäftsführer Stadler die Entscheidung. Positiv seien auch die kurze Einarbeitungszeit gewesen sowie die Tatsache, dass es sich um eine geschlossene Vergabeplattform und keine für jedermann zugängliche Frachtenbörse handelt, bilanziert Stadler.

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