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Elbvertiefung: Hamburger Hafenwirtschaft warnt vor Verzögerung

Cosco droht Hamburg mit dem Verlust von Umschlagskapazität
© Foto: Eckhard-Herbert Arndt

„Dringender Appell“ des Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH) an die Politik – Sorgen über ein Abwandern von Cosco


Datum:
20.07.2010
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Hamburg. In der Hamburger Hafenwirtschaft wächst die Sorge darüber, dass der seichte Rückenwind für den Elbe-Hafen in Kürze in einen scharfen Gegenwind umschlagen könnte. Für Klaus-Dieter Peters, Präsident des Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH), sind die jüngsten kritischen Anmerkungen namhafter Reedereikunden hinsichtlich der Tiefgangs- und Breitenbeschränkungen auf der Elbe für XXL-Containerschiffe ein gefährliches Signal. Besonders nachhaltig wirken beim UVHH-Präsidenten, zugleich Vorstandsvorsitzender der HHLA, die aktuellen Aussagen des Großkunden Cosco anlässlich des Besuches von Bundeskanzlerin Angela Merkel in China.

Cosco-Chef Wei Jiafu hatte dabei erklärt, dass die Reederei ab 2011 eine Reihe von Containerschiffen der 12.000-TEU-Klasse zwischen Europa und Asien einzusetzen werde. Er legte gegenüber der deutschen Regierungschefin dar, dass die Reederei als Konsequenz aus den aktuellen Restriktionen bereits Teile des bislang über Hamburg abgefertigten Ladungsaufkommens nach Rotterdam verlegt habe. Lag das Ladungsverhältnis 2009 noch bei 60 zu 40 (Rotterdam zu Hamburg), so werde es im laufenden Jahr bereits grundlegend anders ausfallen, so Wei Jiafu. Nur noch 20 Prozent über Hamburg, der Rest über Rotterdam. Neben der Elb-Vertiefung forderte der Reederei-Chef auch die Möglichkeit einer Terminal-Beteiligung in Hamburg ein. Dieses Ziel konnte das Schifffahrtsunternehmen bereits in anderen europäischen Häfen umsetzen.

In der vergangenen Woche hatte zudem CMA CGM-Geschäftsführer Reinhard Peschel anlässlich des Erstanlaufs der „CMA CGM Christophe Colomb" ein schnelles Anpacken der Elbvertiefung angemahnt. UVHH-Präsident Peters: „Die Äußerung von Wei Jiafu und der Anlauf der ‚CMA CGM Christophe Colomb' belegen den Bedarf und die Dringlichkeit der geplanten Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe." Die Hafenwirtschaft appelliere daher „an alle politische Verantwortlichen, die Fahrwasseranpassung von Unter- und Außenelbe mit allem Nachdruck voranzutreiben". Die Geduld der Reeder, die Einschränkungen zu schlucken, sei begrenzt, mahnte Peters. (eha) 

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