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Elbvertiefung: Grünes Licht für die zweite Freigabestufe

Für die einen ist die Elbvertiefung ein Meilenstein, für die anderen eine Umweltsünde 
© Foto: Georg Wendt/dpa/picture-alliance

13,5 Meter tiefgehende Containerschiffe können ab jetzt tideunabhängig den Hamburger Hafen erreichen. Umweltverbände kritisieren die jüngste Vertiefung der Fahrrinne.


Datum:
24.01.2022
Autor:
Stephanie Noll/dpa
Lesezeit:
3 min
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Hamburg. Die Elbe ist nach der jüngsten Vertiefung der Fahrrinne vollständig für die neuen Tiefgänge frei. Nach einer ersten Freigabestufe im vorigen Mai gab es am Montag grünes Licht auch für die zweite Freigabestufe, wie die Hamburger Wirtschaftsbehörde und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mitteilten.

„Damit ist nun das Vorhabenziel, 13,5 Meter tiefgehenden Containerschiffen eine tideunabhängige Erreichbarkeit des Hamburger Hafens zu ermöglichen, erreicht“, heißt es in der Mitteilung. „Tideabhängig sind auch größere Tiefgänge möglich.“ Ein- und auslaufende Schiffe können damit jetzt im Vergleich zum Zustand vorher je nach Tide 1,00 bis 1,90 Meter mehr Tiefgang haben.

„Meilenstein“ für den Schiffsverkehr

Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann sprach von einem „Meilenstein“ für den Schiffsverkehr. „Für Deutschlands größten Hafen bedeutet das bessere Anlaufbedingungen, die den Reedereien ermöglichen, mehr Ladung nach Hamburg zu bringen.“ Der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Hans-Heinrich Witte, hob hervor, die Freigabe der Elbe für größere Tiefgänge bieten neben dem ökonomischen auch einen ökologischen Mehrwert. „Denn mehr Tiefe bedeutet eine bessere Auslastung der Schiffe und führt damit zu weniger Emissionen pro transportierter Tonne.“

Umweltverbände kritisieren die jüngste Vertiefung der Fahrrinne als unnötig und umweltschädlich. „Fest steht, dass lediglich 1,8 Prozent aller Seeschiffe, die den Hamburger Hafen seit der Freigabe Anfang Mai angelaufen haben, wirklich auf die neue Tiefe angewiesen waren“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Verbände BUND, Nabu und WWF. Zudem schädigten die weiter nötigen Baggerarbeiten fortlaufend das Ökosystem der Elbe. (dpa/sn)

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