Rotterdam. Der eiskalter Winter hat auch den Rotterdamer Hafen fest im Griff. Erstmals seit zwölf Jahren muss der Hafenbetrieb Rotterdam (HbR) im größten europäischen Seehafen Eisbrecher einsetzen, um an einigen wenigen, kritischen Stellen im weitläufigen Hafengebiet für eine ungehinderte Schifffahrt zu sorgen. Vor allem für die Binnenschifffahrt stellt das Eis in diesem Bereich anderenfalls ein Problem dar. Neuralgischer Punkt ist derzeit der Bereich „Delfshavense Schie“. Für die ansonsten in Rotterdam eher außergewöhnliche Eiszeit setzt der HbR das besonders robuste Patrouillenboot RPA 22 ein. Es gehört eigentlich zur Reserveflotte des Hafenbetriebs und wurde eigens für diese Sonderaufgabe wieder reaktiviert. Von den neuralgischen Punkten abgesehen, gibt der HbR ansonsten eine klare Botschaft heraus: „Der Hafen ist für die Großschifffahrt problemlos zu erreichen.“ 1996 hatte der Winter den Maashafen gut drei Wochen intensiv beschäftigt. Mehrere Hafenfahrzeuge waren damit beschäftigt, den für die Container- und Erzschifffahrt wichtigen Hartelkanal – ein Verbindungsweg zur Maasvlakte – eisfrei zu halten. (eha)
Eiszeit in Rotterdam
Erstmals seit zwölf Jahren sind im niederländischen Nordseehafen Eisbrecher unterwegs