Einkaufsmanagerindex zum Jahreswechsel auf Dreijahreshoch

07.01.2004 13:33 Uhr

Der saisonbereinigte BME/Reuters Einkaufsmanagerindex (EMI) lag im Berichtsmonat Dezember mit 53,0 zum vierten Mal in Folge über die 50,0-Marke, die Wachstum von konjunktureller Schwäche trennt (Vormonat: 51.1).

Der EMI erreichte damit den höchsten Stand seit Januar 2001. Hauptgründe für das Wachstum waren – wie bereits im Vormonat – deutliche Zuwächse bei Produktion und Auftragseingang. Der Anstieg des Index Auftragseingang auf 56.8 und damit auf den höchsten Stand seit August 2000 ist auf die verbesserte Geschäftslage im In- und Ausland zurückzuführen. Die größte Nachfrage verzeichnete die deutsche Industrie aus den USA und Asien (besonders China). Die deutschen Industrieunternehmen weiteten im Dezember 2003 ihre Produktion so stark aus wie seit Februar 2001 nicht mehr. Um die Nachfrage zu befriedigen, wurde der Bestand an Fertigwaren weiter abgebaut. Die durchschnittlichen Einkaufspreise stiegen im Dezember 2003 zum dritten Mal in Folge an. Preiserhöhungen wurden vor allem bei Metallen und Erdöl verzeichnet, wobei die höheren Ölpreise wiederum die Preise für Kunststoff- und Chemieprodukte beeinflussten. Der BME/Reuters-Einkaufsmanagerindex (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der EMI erscheint seit 1996 im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters und wird gemeinsam von Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik, Frankfurt, und der britischen Mediengruppe NTC Research, Henley-on-Thames, erstellt. Der Index beruht auf der Befragung von rund 450 Einkaufsleitern beziehungsweise Geschäftsführern aus Unternehmen der Verarbeitenden Industrie in Deutschland, die nach Branche, Größe und Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausgewählt wurden. Der EMI orientiert sich am Vorbild des renommierten Purchasing Managers Index (PMI) in den Vereinigten Staaten.

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