Frankfurt. Getragen war die starke Geschäftsausweitung von deutlichen Zuwächsen bei Produktion und Auftragseingang. Diese Entwicklung ermutigte die Unternehmen zum stärksten Beschäftigungsaufbau seit fast fünfeinhalb Jahren. Einige Firmen berichteten auch, im Rahmen von Unternehmenserweiterungen zusätzliches Personal eingestellt zu haben. Die Zuwachsrate bei den Neuaufträgen (61,9) blieb im April genauso stark wie im Vormonat, als die Firmen das höchste Auftragsplus seit fast sechseinhalb Jahren verzeichneten. Erfolgreiche Marketing-Kampagnen trugen zum guten Neugeschäft bei. Insbesondere die Nachfragen aus Amerika, Europa und China zogen an. Die durchschnittlichen Lieferzeiten verlängerten sich im April erheblich. Kapazitätsengpässe auf Seiten der Lieferanten sowie die Verknappung diverser Rohstoffe waren die Gründe. Die Unternehmen erhöhten ihre Verkaufspreise so stark wie seit 15 Monaten nicht mehr. Im Vergleich zu den Einkaufspreisen fiel der Anstieg jedoch deutlich niedriger aus.
Einkaufsmanager-Index: Zum zweiten Monat in Folge auf Rekordhoch
Der RBS/BME Einkaufsmanager-Index (EMI) notierte im Berichtsmonat April mit 58,1 exakt auf dem Fünfeinhalb-Jahreshoch vom Vormonat und signalisierte damit, dass sich der kräftige Expansionskurs der deutschen Industrie unvermindert fortsetzt. Werte über 50 bedeuten Wachstum.