Einkaufsmanager-Index: Silberstreif trotz massivem Job-Abbau

05.03.2009 17:38 Uhr

Die deutsche Wirtschaft stabilisierte sich zuletzt, wenn auch auf sehr niedrigem Niveau

Frankfurt. Die deutsche Wirtschaft stabilisierte sich zuletzt, wenn auch auf sehr niedrigem Niveau. Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), Ausgabe März 2009, stieg im Berichtsmonat Februar marginal um 0,1 Punkte von 32,0 auf 32,1. Werte über 50 bedeuten Wachstum, Werte unter 50 Schwäche. „Ein kleiner Silberstreif am Horizont, der freilich noch keinen Trend markiert“, so Holger Hildebrandt. Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME; Frankfurt). Unternehmen aller Größen, Branchen und Sektoren drosselten im Februar ihre Produktion nicht ganz so stark wie im Januar. Dennoch notierte der Teilindex „Leistung“ mit 29,3 Punkten nur geringfügig über dem Allzeit-Tief aus dem Vormonat (27,8). Die Industriebetriebe beklagten erneut einen Rückgang ihrer Exportorders, vor allem aus den USA und Asien. Signifikant ist zudem die weiter nachlassende Nachfrage auf dem Automobilsektor. Die Industrieunternehmen bauten aufgrund niedriger Produktionsanforderungen und Überkapazitäten so viele Stellen ab wie noch nie seit Beginn der Umfrage 1996. Die Personalverantwortlichen der Industriebetriebe verordneten verstärkt Kurzarbeit, um weitere Entlassungen zu vermeiden. Unternehmen aller Industriesektoren reduzierten zum sechsten Mal in Folge ihre Einkaufsmengen. Aufgrund der geringen Nachfrage verbilligten sich nochmals die Einkaufspreise für Vormaterialien wie Stahl, Basismetalle und Kraftstoffe. Im Gegenzug sanken die Verkaufspreise auf Rekord-Niveau; Grund: der starke Wettbewerbsdruck. Der Konsumgüterbereich schnitt insgesamt im Vergleich zum Vorleistungs- und Investitionsgütersektor erneut am besten ab. (sv)

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