Einkaufsmanager-Index fällt unter Wachstumsschwelle

01.09.2008 16:17 Uhr

Einkaufsmanager-Index: Leichte Wachstumseinbußen erstmals seit drei Jahren / Weltweite Konjunkturschwäche führt zu Auftragsrückgang

Frankfurt am Main. Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), Ausgabe September 2008, fiel im Berichtsmonat August um 1,2 Punkte auf 49,7 und notierte erstmals seit drei Jahren knapp unter die Wachstumsschwelle von 50. Gründe: weltweite Konjunkturschwäche, sinkende Nachfrage nach Industrieprodukten. Den stärksten Rückgang an Bestellungen mussten die Hersteller von Investitionsgütern hinnehmen. Der Teilindex „Auftragseingang Export“ sank im August um 2,5 auf 47,2 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit Juni 2003. Insbesondere die Nachfrage aus den USA schwächte sich ab. Die rückläufigen Exportbestellungen führten zum höchsten Zuwachs der Fertigwarenlager seit über sieben Jahren. Unternehmen aller Branchen und Sektoren drosselten ihre Produktion. Vor dem Hintergrund des niedrigen Auftragseingangs sank die Nachfrage der Industrie nach Arbeitskräften. Die weltweite Verteuerung von Stahl und Energie führte erneut zu einem Anstieg der Einkaufspreise. Das 45-Monats-Hoch des Vormonats wurde jedoch unterschritten. Niedrigere Preise für Rohöl und Kupfer verhinderten einen neuen Rekordanstieg. Um die Gewinnmargen aufrecht zu erhalten, gaben die Unternehmen ihre Mehrkosten partiell an die Kunden weiter und erhöhten massiv ihre Verkaufspreise. Die durchschnittlichen Lieferzeiten verlängerten sich im August so geringfügig wie seit knapp drei Jahren nicht mehr. (sv)

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