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DIHK: Lieferengpässe bremsen Konjunktur

Seit dem letzten Jahr häufen sich Lieferengpässe an – das bremst den wirtschaftlichen Aufschwung
© Foto: Facturee – Der Online-Fertiger cwmk GmbH

Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages haben 83 Prozent der deutschen Unternehmen mit Lieferengpässen und Preissteigerungen zu kämpfen.


Datum:
19.08.2021
Autor:
Stefanie Schuhmacher
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Berlin. Ob Stahl, Kunststoff oder Halbleiter: Solche Rohstoffe und Vorprodukte sind für deutsche Unternehmen schwer zu bekommen. 83 Prozent der Unternehmen haben es nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) mit Lieferengpässen und Preissteigerungen zu tun. Das könnte die deutsche Volkswirtschaft bis Ende des Jahres um die 25 Milliarden Euro kosten. Das be­sagt die aktuelle Erhebung „Bedeutung von Lieferengpässen für die laufende Produktion in Deutschland“ des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Die aktuelle empirische Analyse des IfW besagt, dass die deutsche Industrie viele Produktionsaufträge erhält, jedoch die benötigten Rohstoffe und Materialien oftmals Mangelware sind. Dies ist u.a. auf Verzögerungen in den globalen Lieferketten zurück­zuführen. Auch eine aktuelle Umfrage des Wirtschaftsforschungsinstituts ifo zeigt: Die Zahl der Unternehmen, die über Probleme bei Vorlieferungen sowie damit einhergeh­ende Engpässe klagen, stieg von April bis Juli von 45 auf 63,8 Prozent.

Die Engpässe entstehen demnach, weil Produktions- und Transportkapazitäten fehlen, um eine wachsende Nachfrage zu bedienen. Knapp seien etwa weiterhin Container. Weil weniger Menschen fliegen, gebe es auch weniger Möglichkeiten, Waren im Frachtraum von Passagiermaschinen zu befördern. Gleichzeitig führen Corona-Beschränkungen zu Produktionsausfällen. Die Probleme erschwerten die wirtschaftliche Erholung, hieß es. Wenn es gut laufe, werde die Wirtschaft Mitte 2022 an das Vor-Krisen-Niveau anknüpfen.

Knapp sind vor allem Stahl, bestimmte Vorprodukte wie Mikrochips, Kunststoffe, Holz, Aluminium und Kupfer, auch Verpackungen. Bei zwei Dritteln der betroffenen Unternehmen führe das zu höheren Preise auch für die Kunden.

Betroffen seien Betriebe sämtlicher Branchen und Größenklassen, viele seien auf der Suche nach neuen Lieferanten. „Das bedeutet richtigen Stress in den Unternehmen“, sagte Treier. 43 Prozent der Befragten verzeichnen Umsatzausfälle, weil Aufträge nicht erfüllt werden können. Jedes vierte Unternehmen musste die Produktion drosseln oder stoppen. (ste/dpa)

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