Der deutsche Export liefert in diesem Jahr wichtige Impulse für die Konjunktur – auch wenn der Rekordzuwachs vom Vorjahr nicht erreicht wird. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bei den deutschen Auslandshandelskammern, Delegierten und Repräsentanten der deutschen Wirtschaft in 85 Ländern in aller Welt. Aufgrund der Umfrageresultate wird mit einem Anstieg der Ausfuhren um sieben Prozent und mit einem gleich hohen Plus bei den Einfuhren gerechnet. Damit zählt der Außenhandel trotz Euroschwäche und trotz einer schwächeren Konjunktur in den USA weiterhin zu den Stützen des Wirtschaftswachstums in Deutschland. Der Anstieg der Ausfuhren ist vor allem der zusätzlichen Nachfrage aus Europa zu verdanken. Die Ausfuhren dorthin stiegen um acht Prozent – für die Wirtschaft von besonderer Bedeutung, da die Hälfte aller deutschen Exporte in diese Länder gehen. Im Handel mit den Staaten aus dem Euro-Raum macht sich der Euro im Übrigen positiv bemerkbar, da das Wechselkursrisiko wegfällt. Außerdem rechnet der DIHK damit, dass nach Einführung des Euro-Bargeldes Anfang 2002 sich die Arbeitsteilung im Euroraum nochmals erhöht. Vor allem nach Frankreich sollen vermehrt Güter exportiert werden, da dort viele Firmen an der Kapazitätsgrenze arbeiten. Insbesondere der Maschinenbau und die Kfz-Industrie in Deutschland sollen davon profitieren. Aber auch die positive Entwicklung in Mittel- und Osteuropa sorgt für positive Impulse. (vr/cd)
DIHK: Export weiter auf hohem Niveau
Zusätzliche Nachfrage aus Europa läßt Ausfuhren ansteigen