DIHK: Briefmonopol der Post muss schneller fallen

16.12.2004 16:51 Uhr

DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben fordert Politiker auf, die Liberalisierung der Postmärkte zügig voranzutreiben.

Berlin. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) unterstützt die Initiative der Länder Hessen und Niedersachsen zur schnelleren Öffnung der Postmärkte. Je früher das Briefmonopol vollständig falle, desto positiver wirke sich das auf die Wettbewerbssituation auf den Postmärkten und die Preise aus, schreibt der DIHK in einer Pressemitteilung. Eine flächendeckende Versorgung sei auch nach dem Auslaufen der Exklusivlizenz sicher gestellt. Die Wettbewerbssituation auf den Briefmärkten sei immer noch unbefriedigend, glaubt DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen seien benachteiligt, da sie nicht von Großkundenrabatten der Deutschen Post profitieren könnten. Die Politik müss daher den von der Europäischen Kommission angestoßenen Liberalisierungskurs fortführen. "Wir appellieren deshalb an die Bundesregierung ihre zögerliche Haltung endlich aufzugeben und die weitere Öffnung von Teilmärkten zügig vorantreiben. Das Einsammeln, Vorsortieren und Einliefern von Briefsendungen bei den Briefzentren der Deutschen Post AG sowie die Katalogmärkte müssen sofort für den Wettbewerb geöffnet werden", wird Wansleben in der Mitteilung zitiert. (diwi)

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