Berlin. SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hat mit Blick auf den wachsenden Güterverkehr ein flächendeckendes, einheitliches Telematiksystem für Deutschland gefordert. Da der Güterverkehr bis 2020 um vier bis fünf Prozent pro Jahr steigen werde und durch Staus fast 300 Millionen Liter Kraftstoff verschwendet würden, müsse eine intelligente Verkehrssteuerung entwickelt werden, heißt es in Steinmeiers „Deutschlandplan“ zur Schaffung von vier Millionen Arbeitsplätzen bis 2020. Derzeit würden 70 Prozent der Transporte in und durch Deutschland mit LKW erbracht. „Umweltschäden, Feinstaub und Lärm des Straßengüterverkehrs verursachen erhebliche Belastungen“, heißt es in dem Papier. Die LKW-Maut oder die Förderung des Kombinierten Verkehrs könnten die hohe Belastung der Straße nur „teilweise ausbalancieren“. Steinmeier verspricht zudem, die SPD wolle die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur „stetig verbessern“. Statt lediglich auf den Neubau von Straßen zu setzen, sollte sich der Bund laut Steinmeier künftig darauf konzentrieren, Verkehrsströme intelligent zu leiten. Ohne wirksames Gegensteuern werde der Güterverkehr auf der Straße ansonsten weiter rasch ansteigen. Um die Telematiksysteme flächendeckend voranzubringen, fordert Steinmeier nach dem Masterplan Güterverkehr und Logistik nun auch einen Masterplan Personenverkehr. (jök/sb)
Die SPD entdeckt ihre Verkehrskompetenz
SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier will mit Hilfe intelligenter Verkehrsleitsysteme den zunehmenden Güterverkehr in den Griff bekommen