Von 4000 diversen Tests und technischen Probeläufen hängt es ab, ob der Autotunnel unter dem Motblanc-Massiv, wie momentan noch vorgesehen, am 15. Dezember zumindest wieder für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge freigegeben wird oder nicht. Nach einem Bericht der Pariser Les Echos geht man auf französischer Seite davon aus, dass bis zum 20. Oktober sämtliche technischen Installationen in dem brandgeschädigten Bauwerk durchgecheckt sein werden. Dem neu gebildeten Gesamtbetreiber GEIE TMB obläge es danach, in einem weiteren Probelauf zu erkunden, ob auch das Tunnelpersonal auf die neuen Einrichtungen und Gegebenheiten ausreichend vorbereitet und eingestellt ist. Bei positivem Testausgang ist vorgesehen, dass der Montblanc-Tunnel solange in alternierendem Wechsel mit dem bei FrÈjus genutzt wird, bis die Arbeiten zur Einrichtung von zwei getrennten Fahrstreifen beendet sind; sie sollen zukünftig Frontalzusammenstöße wie den kürzlich im St.-Gotthard-Tunnel erfolgten verhindern und es im Notfall ermöglichen, auf halber Strecke umzukehren und den Tunnel wieder zu verlassen. Sicherheitsexperten am Montblanc halten die beabsichtige Trennung jedoch für nicht machbar, weil die Röhre dafür zu eng sei. Die einzig realistische Lösung des Problems sei der Bau einer zweiten Tunnelröhre. (vr/jb)
Die letzten Tests vor der Wiedereröffnung
Der neue Gesamtbetreiber GEIE TMB prüft Personal und Einrichtung auf ihre Sicherheit