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Deutsche Verkehrsflughäfen: Leichte Erholung nach der Krise

ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel: "Unterm Strich wird die Luftverkehrssteuer ein Minusgeschäft"
© Foto: ddp/Thomas Lohnes

In den ersten sechs Monaten wurde ein Viertel mehr Luftfracht transportiert als im Vorjahreszeitraum / Luftverkehrssteuer könnte Aufschwung gefährden


Datum:
26.07.2010
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Berlin. Im ersten Halbjahr wurden an den 23 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland insgesamt 2,1 Millionen Tonnen Fracht und somit im Schnitt 25,5 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum befördert. Das teilte der Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) in einer Presseerklärung mit. Nach Auffassung der Flughafenexperten zeigen die erfreulichen Cargozahlen, dass die Zeichen für einen weiteren Konjunkturaufschwung gut stehen und sich die Wirtschaft weiter von der Rezession erholt.

"Noch nie wurde die Luftfahrtbranche innerhalb weniger Monate von so vielen unterschiedlichen Krisen erschüttert. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, der harte Winter, der Pilotenstreik und die Aschewolke aus Island haben die Entwicklung der Fluggastzahlen erheblich gebremst", fasst ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel die Entwicklung der vergangenen sechs Monate zusammen. Dank des überraschend deutlichen Nachfrageschubs in den Monaten Mai und Juni konnten die 23 internationalen Verkehrsflughäfen im Vergleich zum schwachen Jahr 2009 dennoch im ersten Halbjahr 2010 ein Passagierwachstum von plus 1,6 Prozent verzeichnen.

Trotz der positiven Signale blickt der ADV mit Sorge in die Zukunft. Der Grund dafür ist vor allem die von der Bundesregierung geplante Luftverkehrssteuer. Dazu Ralph Beisel: "Die Luftverkehrssteuer gefährdet den Aufschwung. Die schwarz-gelbe Koalition will den Bürgern tief in die Tasche greifen und sie schadet damit dem Luftverkehrsstandort Deutschland. Dabei wird die öffentliche Hand aufgrund des wirtschaftlichen Schadens und der negativen fiskalischen Auswirkungen am Ende weniger Geld im Staatssäckel haben als vorher. Unterm Strich wird die Luftverkehrssteuer ein Minusgeschäft – zum Schaden von Millionen von Passagieren, Tausenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie des Wirtschaftsstandorts Deutschland." (ab)

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