Köln. Deutsche Straßengüterverkehrsunternehmen haben in den Jahren 2008 und 2009 wieder deutlich mehr mineralische Kraftstoffe getankt. Das geht jetzt aus einem Bericht zum Tankverhalten der Transportunternehmen hervor, den das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Auftrag gegeben hat. Zurückzuführen sei dies einerseits auf den überproportionalen Auftragseinbruch im grenzüberschreitenden Straßengüterverkehr, der eine geringere Anzahl von Gelegenheiten zur Betankung in preisgünstigeren Nachbarstaaten bedingte. Andererseits hätten die im Zuge der Preisrückgänge für mineralischen Kraftstoff geänderten Preisrelationen dazu geführt, dass viele ehemalige Nutzer von Biokraftstoffen zur Verwendung von mineralischem Diesel zurückgekehrt sind, so das Bundesamt. Laut BAG führte diese Entwicklung zu einem Einbruch bei der Nachfrage von Biokraftstoffen durch das deutsche Verkehrsgewerbe. Gleichwohl bestehe bei der Mehrzahl der befragten Unternehmen nach wie vor die grundsätzliche Bereitschaft, in die Verwendung von Biodiesel und Pflanzenölkraftstoff zu investieren, wenn eine langfristige Verlässlichkeit der steuerlichen Rahmenbedingungen gegeben ist. (ag)
Deutsche Transportfirmen tanken weniger Biokraftstoff
Laut einem BAG-Bericht haben Straßengüterverkehrsunternehmen in 2008 und 2009 deutlich mehr mineralische Kraftstoffe getankt