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Deutsche SAL-Reederei wird zu 100 Prozent japanisch

Lars Rolner: „SAL ist ein durchweg gesundes Unternehmen." 
© Foto: VR/Eckhard-Herbert Arndt

K-Line-Gruppe erwirbt das zweite Gesellschafterpaket der Schwergutreederei / Stärkere Zusammenarbeit mit der Offshore-Sparte angestrebt


Datum:
04.04.2011
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Hamburg/Steinkirchen. Die internationale Schwergut- und Projektladungs-Schifffahrt bleibt weiter in Bewegung. Nachdem sich die japanische Reederei-Gruppe K-Line über fast fünf Jahre hinweg mit einer 50-prozentigen Beteiligung an der deutschen Reederei Schiffahrtskontor Altes Land (SAL) zufrieden gegeben hatte, erwirbt das japanische Schifffahrtshaus jetzt die verbliebenen Anteile. Es handelt sich dabei um die Gesellschafteranteile beiden SAL-Gründer und Brüder Hans und Claus Heinrich sowie den Minderheitsgesellschafter Lars Rolner, zugleich geschäftsführender Gesellschafter des Traditionsunternehmens. Die Transaktion geht zum 30. Juni über die Bühne.

Die Japaner werden dabei sowohl am kompletten, 570 Beschäftigte zählenden Mitarbeiterstamm, einschließlich des Managements, als auch am Stammsitz Steinkirchen (vor den Toren Hamburgs) festhalten. Lars Rolner wird künftig als Hauptgeschäftsführer (CEO) in Erscheinung treten und das Unternehmen gemeinsam mit seinen beiden japanischen Kollegen Shigehisa Shimazu und Toshio Yamazaki führen.

Rolner berichtete, dass die Absicht zur Übernahme der anderen Hälfte des Unternehmens schon seit einigen Monaten Gegenstand von Verhandlungen gewesen sei. K-Line habe ein sehr faires Angebot auf den Tisch gelegt. Sowohl die Gründerfamilie als auch er, Rolner, habe von diesem Vorschlag Gebrauch gemacht. Rolner weiter: „Von einem Verkaufsdruck kann überhaupt keine Rede sein. Im Gegenteil. SAL ist ein gesundes Unternehmen." Angaben über den Preis würden jedoch nicht gemacht.

K-Line will mit dem deutschen Schwergutspezialisten im Portfolio den Grundstein für einen weiteren Ausbau des Schwergut- und Projektschifffahrtsmarktes legen. Dabei streben die Japaner eine engere Verzahnung der SAL-Aktivitäten mit ihrer von Norwegen aus geführten Offshore-Sparte an. Rolner berichtete, dass K-Line im Wert von mehreren hundert Millionen Euro Offshore-Spezialschiffe bestellt habe, um so optimal vom erwarteten Wachstum in diesem Segment profitieren zu können. Neben dem Offshore-Bereich betätigt sich K-Line auch in anderen Schiffahrtsmärkten, wie der Container-, Massengut- und Tanker-Schifffahrt.

Die SAL stützt sich heute auf 16 moderne Schwergut- und Projektladungsschiffe ab. Dabei machte sie durch die Indienststellung der beiden, jeweils rund 60 Millionen Euro teuren Frachter „Svenja" und „Lone" auf sich aufmerksam. Beide Schiffe, die unter deutscher Flagge fahren, gelten als die derzeit leistungsstärksten Schwergutfrachter der Welt. (eha) 

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