Bonn. Die „DRFID“-Lösung kombiniert Funketiketten mit einer wieder beschreibbaren Displaykomponente. Diese elektronische Alternative könnte künftig in den Briefzentren die Papierlabel ersetzen, die zur Steuerung und Verfolgung der etwa 13 Millionen Briefbehälter im Einsatz sind, teilte die Deutsche Post mit. Die neuen Infoträger bestehen aus zwei Systemteilen. Ersteres ist eine RFID-Komponente, die sowohl die festen Behälteridentifikationsdaten als auch die veränderlichen Daten, die für die Steuerung der Behälter erforderlich sind, enthält. Die zweite Systemeinheit bildet eine von Vossloh IT zu entwickelnde biegsame Displayeinheit, welche laut Deutsche Post die über die RFID-Schnittstelle empfangenen Daten auch im stromlosen Zustand kontrastreich darstellen kann. Dadurch werden der Deutschen Post zufolge die auf der RFID-Komponente gespeicherten Daten ohne zusätzliche elektronische Hilfsmittel lesbar. Die Display-Komponente basiert auf der "E-Ink"-Technik, die heute etwa bereits für elektronische Bücher verwendet wird. Das Projekt startet im Oktober 2005 und hat eine Laufzeit von drei Jahren.
Deutsche Post: RFID-Einsatz in Briefzentren geplant
Unter Leitung der Deutschen Post entwickelt ein Konsortium von Industrieunternehmen (Invera, Spree Hybrid & Kommunikationstechnik, Vossloh IT) und Forschungsinstituten (Fraunhofer IZM, Universität Paderborn) eine neue, so genannte “DRFID”-Lösung.