Das europäische Paketnetzwerk Euro Express der Deutschen Post soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Im Gespräch mit der Financial Times Deutschland sagte Post-Express-Vorstand Peter Kruse: "In unseren ausländischen Märkten bieten wir noch keine nationalen Express-Produkte an. Das müssen wir ändern." Kruse schließt dabei Übernahmen spezialisierter Zusteller nicht aus. "Bei einem Eigenaufbau, ergänzt durch gezielte Akquisitionen, kann diese Lücke in drei bis vier Jahren geschlossen sein", glaubt er. Obwohl das Post-Vorstandsmitglied für das laufende Jahr eine "erhebliche Gewinnverbesserung" der Express-Sparte prognostiziert, kann er seine Vorgaben nicht ganz erfüllen: "Unser Ziel in 2001 eine Umsatzrendite von 2,6 bis drei Prozent zu erzielen, werden wir auf Grund von Auflagen der Europäischen Union nicht ganz erreichen." EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti verfügte im März, dass die Post ihr gewerbliches Paketgeschäft ab 2002 über eine unabhängige Marketing-und Vertriebstochter abwickeln muss. Die Umstrukturierung koste etwa 20 Millionen Euro, sagte Kruse der Zeitung. (vr/dpa)
Deutsche Post plant Übernahmen im Expressgeschäft
Netzwerk für Expressdienste im Ausland in drei bis vier Jahren möglich