Bonn. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Mittwoch aus Konzernkreisen in Bonn. Damit wird der Standardbrief weiterhin 55 Cent Porto kosten und eine Postkarte 45 Cent. Die Post werde einen entsprechenden Preisantrag bei der Bundesnetzagentur stellen, hieß es von den informierten Kreisen. Deren formelle Zustimmung gilt nach einem zuvor bereits beschlossenen Preisfindungsverfahren als sicher. Mit dem Ende des Briefmonopols des früheren Staatsunternehmens und stärkerem Wettbewerb werden also für die Privathaushalte die Preise nicht purzeln. Konkurrenten der Post halten deren Porto für Privatkunden für überhöht. Geschäftskunden könnten hingegen von der Liberalisierung preislich profitieren. Der Wettbewerb zwischen dem Marktführer Post und neuen Anbietern wie PIN und TNT wird nach Einschätzung von Branchenkennern hauptsächlich um Geschäftskunden und hohe Sendungsmengen ausgetragen werden. Dieser Bereich macht rund 85 Prozent des Umsatzes im deutschen Briefgeschäft aus. Während sich die Post als marktbeherrschendes Unternehmen die Portopreise für Privathaushalte von der Netzagentur vorab genehmigen lassen muss, hat sie bei Geschäftskunden mit Mengen über 50 Stück freie Hand. Hier will Post-Vorstandschef Klaus Zumwinkel die Konkurrenz nach seinen Worten „bluten lassen“. Ende 2007 fällt das Restmonopol der Deutschen Post für Sendungen bis 50 Gramm. Das Standardporto war zuletzt 2003 gesenkt worden.
Deutsche Post lässt Porto für Privatkunden im nächsten Jahr gleich
Die Deutsche Post wird im nächsten Jahr mit Beginn der völligen Öffnung des Briefmarkts für den Wettbewerb ihre Portopreise für Privatkunden nicht senken.