Deutsche Post behauptet sich mit gutem Ergebnis und höherem Gewinn

07.11.2003 13:10 Uhr

Spar- und Effizienzprogramm „STAR“ zeigt Wirkung

Bonn. Die Deutsche Post wird trotz Konjunkturflaute und Portosenkung im Gesamtjahr 2003 ein deutliches Gewinnplus erreichen. Das zeichnet sich nach den Geschäftszahlen für die ersten neun Monate ab, die der Konzern am Freitag in Bonn vorlegte. Der Überschuss stieg auf 869 (Vergleichszeitraum 2002: 392) Millionen Euro und damit um mehr als das Doppelte. Allerdings war die Vorjahresbilanz durch die von EU-Kommission verfügte Rückzahlung von unzulässigen Beihilfen einmalig stark belastet. Deutlich positiv mit rund 253 Millionen Euro wirkte sich in den ersten neun Monaten bereits das Sparprogramm aus. Das operative Ergebnis (EBITA) lag bis Ende September 2003 knapp unter dem Vorjahresniveau und betrug 2,03 Milliarden Euro (2002: 2,14 Milliarden Euro). Hier schlugen Einbußen aus der zu Jahresanfang gültigen Portosenkung zu Buche. Der Umsatz des weltweit tätigen Konzerns stieg bei ungünstigen Währungseffekten mit einem starken Euro leicht um 0,3 Prozent auf 28,9 Milliarden Euro. Insgesamt sei das Geschäft in den ersten neun Monaten zufrieden stellend verlaufen, berichtete die Post. Der Konzern bekräftigte seine Prognose für ein EBITA-Ergebnis von mehr als 2,9 Milliarden Euro für das Gesamtjahr. Während die Post mit dem Briefgeschäft weniger verdiente, stiegen vor allem die Erträge aus dem Bereich Express/Logistik. Auch bei der Postbank, die im Herbst 2004 an die Börse gehen soll, entwickelte sich das Geschäft weiter positiv. Sie muss allerdings gesunkene Zinserträge verkraften. Die Postbank befinde sich auf dem richtigen Weg, sagte Post-Vorstandschef Klaus Zumwinkel. Er sei zuversichtlich, dass der Börsengang den Unternehmenswert des gesamten Konzerns steigern werde. Der Konzerngewinn fiel im dritten Quartal auf 219 Millionen Euro (Vorjahr: 237 Mio. Euro). Das EBITA-Ergebnis verbesserte sich leicht auf 570 (568) Millionen Euro. Der Umsatz stieg auf 9,7 (9,46) Milliarden Euro. Erfolgreich läuft nach Angaben des Unternehmens das vor einem Jahr eingeleitete Spar- und Effizienzprogramm „STAR“. Laut Zumwinkel werden dabei die Erwartungen übertroffen. Die Maßnahmen zu Kostensenkungen durch „STAR“ würden sich 2003 voraussichtlich mit mindestens 400 Millionen Euro im Ergebnis positiv auswirken. (vr/dpa)

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