Frankfurt/Main. Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr 2008 ein deutlich besseres Ergebnis eingefahren. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg vor Sondereffekten um 6,8 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, wie der noch komplett bundeseigene Konzern heute in Frankfurt am Main mitteilte. Unter dem Strich erhöhte sich der Überschuss bis Ende Juni um 5,4 Prozent auf 915 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 8,2 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro zu. Der Vorstand bekräftigte, dass die neu gegründete Tochter DB Mobility Logistics für den Personen- und Güterverkehr „voraussichtlich im Herbst“ zu 24,9 Prozent an die Börse gebracht werden soll. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bewertet die von der Deutschen Bahn vorgelegte Halbjahresbilanz mit Skepsis. Die Umsatzsteigerungen rührten vor allem vom besonders gestiegen Güterverkehrsbereich und aus dem Ausland her. VCD-Bundesvorsitzender Michael Hehrmann befürchtete, dass künftig Gewinne „vorrangig an Privatinvestoren ausgeschüttet und in internationale Logistikvorhaben investiert werden." Ziel der Bahn wie auch der Politik müsse es sein, den Anteil der Schiene am Verkehr dauerhaft zu erhöhen. Bisher sei die Verkehrsleistung im Schienenfernverkehr seit der Bahnreform von 1994 nicht gestiegen, kritisierte der VCD. (dpa/sb)
Deutsche Bahn verbessert Ergebnis
Staatskonzern sieht sich für Börsengang gerüstet: Erstes Halbjahr 2008 spült mehr Geld in die Kasse