Die Deutsche Bahn und die französische Staatsbahn SNCF wollen den grenzüberschreitenden Güterverkehr verbessern, um besser im Wettbewerb mit dem Lkw zu bestehen. Das ist Gegenstand eines Letters of Intent, den die Präsidenten der beiden Bahngesellschaften, Hartmut Mehdorn und Louis Gallois, am Donnerstag in Paris unterzeichnet haben. Um zeitraubende Aufenthalte an den Grenzen zu vermeiden, wollen beide Unternehmen nach eigenen Angaben künftig Mehrfrequenzlokomitiven einsetzen, die trotz unterschiedlicher Strom- und Signalsysteme in beiden Ländern fahren können. Mehdorn: "Die europäischen Bahnen können im Wettbewerb mit dem Lkw nur bestehen, wenn sie gemeinsam dafür sorgen, dass die internationalen Güterzüge schnell und zuverlässig die Grenzen passieren können." Die Pilotphase einer durchgehenden Traktion soll mit dem Fahrplanwechsel im Sommer 2002 beginnen. Dabei sollen zwischen den Rangierbahnhöfen Woippy in Frankreich und Mannheim Loks der Baureihe 181 und der französischen 461.000 eingesetzt werden. Die Fahrzeit der 223 Kilometer langen Strecke soll sich dadurch um bis zu zwei Stunden verkürzen. Über die Zahl der zur Verfügung stehenden Loks konnte die Bahn auf Anfrage noch keine Angaben machen. Ab 2003 wollen die Bahnen zwischen den Bahnhöfen Sibelin, Woippy, Mannheim und Gremberg weitere Lokomotiven der deutschen Baureihe 185 und 189 und der französischen 437.000 einsetzen. (vr/jk)
Deutsche Bahn und SNCF kooperieren im Güterverkehr
Bahnen wollen sich durch Mehrfrequenzlokomotiven im Wettbewerb mit dem Lkw verbessern