Die Deutsche Bahn (DBAG) stellte am Dienstag in Berlin ihr neues Trassenpreissystem (TPS) vor, das ab 1. April gelten soll. Es sieht für alle Betreiber gleiche Gebühren vor, unabhängig davon, welche Trassenkapazitäten abgenommen werden. Mengenrabatte für Großabnehmer werden anders als bisher nicht gewährt. Das Bundeskartellamt hat deshalb das Verfahren gegen die DBAG wegen Monopolmissbrauch und Bevorzugung der konzerneigenen Tochterunternehmen eingestellt. Größter Kunde der Bahn sei immer die Bahn selbst, hatten kleine Bahnbetreiber in der Vergangenheit kritisiert. Das neue TPS besteht aus drei Elementen: Grundpreis, Produktfaktor und gegebenenfalls einem Sonderfaktor. Der Grundpreis berechnet sich nach der jeweiligenS treckenkategorie und einem Auslastungsfaktor, der schwächer ausgelastete Bahnstrecken begünstigt. Dazu kommen unter anderem vier Premium- und drei Standardtrassen mit verschiedenen Produktfaktoren. Für schwere Güterverkehre ist eine besondere Lastkomponente vorgesehen. Die Bahn stellt ihren Kunden eine CD-ROM mit ausführlichen Informationen und einem Kalkulationsprogramm zur Verfügung. Es soll in den nächsten Monaten auch Online abrufbar sein. (vr/jk)
Deutsche Bahn präsentiert neues Trassenpreissystem
Kartellamt stellt Missbrauchsverfahren gegen die Bahn ein