Den Haag. Die niederländische Regierung lässt über eine Ausschreibung die Chancen für eine Transrapidstrecke zwischen Amsterdam und Groningen prüfen. Firmen mit Interesse am Bau der neu geplanten Zuiderseelinie als Magnetschwebebahn oder als Hochgeschwindigkeitsverbindung traditioneller Technik können vom nächsten Jahr an ihre Vorstellungen vorlegen. Dies ist im neuen Raumordnungsplan für die Niederlande vorgesehen, der am Dienstag vorgestellt wurde. Darin hat Den Haag maximal 2,7 Milliarden Euro für dieses Projekt zugesagt. Ende nächsten Jahres soll entschieden werden, ob die dann vorliegenden Pläne eine Entscheidung für die eine oder andere Bauweise zulassen. Ein endgültiger Beschluss über den Bau der Strecke soll 2008 getroffen werden. Falls beide Alternativen die Rahmenbedingungen nicht erfüllen, soll das bestehende Intercity-System auf dieser Strecke ausgebaut werden. Ein Firmenkonsortium unter Führung von Siemens Niederlande macht sich seit Jahren für eine Verbindung nach Transrapid-Technik vom Flughafen Schiphol in den Norden des Landes stark. In den nördlichen Provinzen gibt es viel Zustimmung dafür. In Norddeutschland werden diese Pläne mit Interesse verfolgt. Falls eine Transrapidstrecke in den Niederlanden gebaut würde, wäre eventuell ihre Verlängerung bis Bremen und Hamburg sinnvoll, meinten bereits vor Jahren Politiker aus Niedersachsen. (vr/dpa)
Den Haag lässt Möglichkeiten für Transrapid prüfen
In einem neuen Raumordnungsplan werden bis zu 2,7 Milliarden Euro für das Projekt zugesagt