Atlanta. Die US-Fluglinie Delta Air Lines will sämtliche Jumbo-Frachter des Bautyps B747-200F stilllegen. Es handelt sich um insgesamt vierzehn Flugzeuge. Diese hatte die in Atlanta, im US-Staat Georgia ansässige Gesellschaft vergangenes Jahr durch den Zusammenschluss mit dem früheren Konkurrenten Northwest Airlines zusammen mit deren Passagierflotte übernommen. Als Grund für die Trennung von den Boeing-Transportern nannte Delta am gestrigen Dienstag deren extrem verlustreichen Betrieb. Dieser wird durch die exorbitant hohen Unterhaltungs- und Wartungskosten der im Schnitt mehr als zwanzig Jahre alten Flieger sowie den massiven Einbruch des Tonnageaufkommens auf den Pazifikstrecken zwischen den USA und Ostasien verursacht. So ging die Gesamtmenge der auf dieser interkontinentalen Handelsroute beförderten Luftfracht laut offizieller US-Statistik in den zurückliegenden drei Monaten um 48 Prozent zurück. Der Nordpazifik ist bisher das Haupteinsatzgebiet der früheren Northwest-Frachter. Mit der angekündigten Abstellung der vierzehn B747-200F verabschiedet sich die letzte der größeren amerikanischen Airlines als Haltergesellschaft von Cargoflugzeugen. Ein konkretes Datum für deren geplante Ausflottung nannte Delta nicht. Für das erste Quartal meldete die Airline einen Umsatzeinbruch von 44 Prozent beim Frachtgeschäft. Insgesamt flog die Linie umgerechnet 540 Millionen Euro Nettoverlust in den ersten drei Monaten dieses Jahres ein. (hs)
Delta trennt sich von Frachterflotte
Die US-Fluglinie will sämtliche Frachtflugzeuge stilllegen / Tonnageaufkommen im ersten Quartal um 48 Prozent eingebrochen