München. Die Verlader zeigen Verständnis für die finanzielle Lasten, die mit der LKW-Maut auf die Transportdienstleister zukommen. „In der Automobilindustrie wird durchgehend gesehen, in welch schwerem wirtschaftlichen Fahrwasser sich das Gewerbe befindet“, sagt Professor Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), stellvertretend für seine Branche. Grundsätzlich bestünde die Bereitschaft, über die Maut zu sprechen. Auch bei DaimlerChrysler ist man sich bewusst, was die Gebühr für das Gewerbe bedeutet: „Die LKW-Maut führt zu einer Kostenbelastung, die von den Transportunternehmen durch Rationalisierungsmaßnahmen nicht mehr kompensiert werden kann.“ Man setze bei den Transportleistungen „auf ein Höchstmaß an Qualität“ und treffe daher mit den Dienstleistern „partnerschaftliche Vereinbarungen“, sagte eine Unternehmenssprecherin. Der Nutzfahrzeughersteller MAN teilt mit, dass „in vielen Fällen die direkten Mautkosten übernommen werden“, es letztlich aber von jedem Einzelfall abhänge. Mautkosten für Leerkilometer würden in der Regel nicht übernommen. Genauso wenig werden Verwaltungszuschläge berücksichtigt, heißt es aus dem Hause MAN. Ulrich Binnebößel vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) vertritt die Ansicht, dass die Maut nicht in vollem Umfang weitergereicht werden darf. „Die Maut ist kein durchlaufender Posten. Jeder in der Lieferkette hat seinen Anteil zu tragen“, sagt Binnebößel angesichts der geringen Umsatzrenditen im Einzelhandel. Weitere Stellungnahmen aus Industrie und Handel können Sie in der VerkehrsRundschau Nr. 47/2004 vom 19. November lesen.
DaimlerChrysler trifft partnerschaftliche Vereinbarungen mit Transportdienstleistern
Umfrage der VerkehrsRundschau: MAN will nur direkte Mautkosten übernehmen / Handel reagiert zurückhaltend