DaimlerChrysler muss in der Nutzfahrzeugsparte den Rotstift ansetzen. Grund: Der Stuttgarter Autokonzern wird dieses Jahr weniger verdienen als geplant. Wegen Verlusten im Jahr 2001 sollen die Aktionäre statt bisher 2,35 Euro nur noch 1 Euro pro Aktie Dividende bekommen. Das teilte der Konzern am Mittwoch nach einer Vorstandssitzung in Stuttgart mit. Die Börse reagierte prompt mit einem Kurssturz von fast fünf Prozent auf 42,58 Euro. Wegen der rückläufigen Konjunktur sollen in diesem Jahr außerdem Kapazitäten im Umfang von 6500 Stellen abgebaut werden. Betriebsbedingte Kündigungen werde es aber nicht geben, sagte Nutzfahrzeugvorstand Eckard Cordes auf der Nutzfahrzeugmesse RAI in Amsterdam. Die Kapazitäten würden über flexible Arbeitszeiten, natürliche Fluktuation und freiwilliges Ausscheiden abgebaut werden. Der Betriebsgewinn (Operating Profit) ohne Einmaleffekte lag nach Angaben des Unternehmens 2001 mit 1,3 Milliarden Euro innerhalb des Zielkorridors von 1,2 bis 1,7 Milliarden Euro. Der für 2002 angekündigte Operating Profit von 5,5 bis 6,5 Milliarden Euro werde aber wegen des schwächeren Konjunktur- und Marktumfeldes nicht erreicht. Er werde aber das Doppelte des Vorjahresniveaus (also 2,6 Milliarden Euro) "sehr deutlich übertreffen". (vr/dpa)
DaimlerChrysler baut Kapazitäten bei Nutzfahrzeugen ab
Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden