Deutschland und Dänemark wollen den Bau einer festen Fehmarnbeltquerung zwischen Puttgarden in Schleswig-Holstein und dem dänischen Rödby prüfen. Im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) und seinem Amtskollegen Flemming Hansen standen die Ergebnisse des Interessenbekundungsverfahrens, das die Bereitschaft der Privatwirtschaft zum Bau und Betrieb der rund 20 Kilometer langen Ostseeverbindung untersuchen sollte. Im Verkehrsministerium hieß es, es werde jetzt möglich, realistische Bedingungen für die Verwirklichung des Projekts zu erarbeiten. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Rohwer (SPD), der an dem Treffen teilnahm, sagte: "Wir werden die Fragen, die entscheidungsrelevant sind, bis zum Beginn des nächsten Jahres klären". Der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen betonte in einem Interview, er erwarte die Fertigstellung des Projekts in den kommenden zehn Jahren. Umstritten ist, ob das zu erwartende Verkehrsaufkommen groß genug im Verhältnis zu den Baukosten sein wird. Mit einer festen Verbindung würde sich die Fahrtzeit zwischen Kopenhagen und Hamburg von derzeit viereinhalb Stunden um 45 Minuten verringern.(vr/jök)
Dänische Regierung erwartet Fehmarnbeltquerung in zehn Jahren
Fahrzeit von Kopenhagen nach Hamburg wäre 45 Minuten kürzer