CSU will Pläne für Autobahnring Süd um München auf Eis legen

16.06.2010 10:30 Uhr
Autobahn 99, München, Autobahnausfahrt, Berge
Der Autobahn-Südring bei München wird vorerst nicht realisiert
© Foto: ddp/Jörg Koch

Machbarkeitsstudie: Autobahn-Südring bei München grundsätzlich denkbar, Umweltschutz und Finanzierung sprechen aber dagegen / CSU legt Pläne auf Eis

München. Der Bau eines möglichen Autobahn-Südrings (A99) um München rückt in weite Ferne: Die CSU will die Pläne auf Eis legen. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) solle eine entsprechende Kabinettsbefassung vorbereiten, hieß es am Dienstag aus CSU-Kreisen in München. Tenor: Der Autobahn-Südring sei zwar nach den Ergebnissen einer neuen Machbarkeitsstudie grundsätzlich denkbar. Aus Gründen des Natur- und Umweltschutzes und der Finanzierbarkeit sei er aber in diesem Jahrzehnt auf keinen Fall realisierbar. Herrmann hatte am Rande der Landtagssitzung zusammen mit Ministerpräsident Horst Seehofer und Münchner CSU-Abgeordneten über die Ausbaupläne beraten.

Die im Mai vorgelegte Machbarkeitsstudie der Autobahndirektion Südbayern hatte zwei mögliche Varianten aufgezeigt: Die beiden Trassenvarianten würden den Perlacher Forst durchschneiden und unter den Nobelvororten Grünwald und Pullach im Tunnel verlaufen. Auch im Würmtal im Bereich von Krailling und Planegg wurde eine Tunnelführung vorgeschlagen. Die betroffenen Gemeinden südlich von München lehnen den Bau des Autobahnrings strikt ab.

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) kritisierte, eine mögliche Entlastung der Autobahnen im Münchner Norden und Osten bleibe bei deutlich unter zehn Prozent. Die Pläne zu einem Autobahnring Süd waren schon mehrfach verworfen worden. Zuletzt war das Projekt laut BN 2004 wegen zu hoher Kosten, zu geringer verkehrlicher Bedeutung und zu großer ökologischer Schäden aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen worden. (dpa)

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