Barcelona (Spanien). Das gab der Logistikdienstleister Schenker Deutschland bekannt. Auf der "Terminal Operators Conference 2004" in Barcelona teilten Logistikexperten demzufolge einstimmig die Auffassung, dass die Häfen schon jetzt vor einer großen Herausforderung stünden: Mehr und mehr Boxen müssen in kürzeren Zeiträumen abgefertigt werden, wenn die seegebundenen Lieferketten reibungslos funktionieren sollen. Neil Davidson, Terminalexperte der britischen Beratungsfirma Drewry Shipping Consultants, war überzeugt, dass zwar technisch noch viel größere Schiffe möglich seien, doch "wirtschaftlich gesehen nähern wir uns jetzt der Grenze". Seiner Einschätzung nach wird bei einer Ladekapazität von 12.500 TEU und einem Tiefgang von 14,50 bis 15 Metern Schluss sein. Diese Megaschiffe blieben aber die Ausnahme. In der Regel kämen auf den zwei großen Ost-West-Rennstrecken zwischen Europa und Fernost sowie zwischen Fernost und Nordamerika Schiffe mit Stellplatzkapazitäten zwischen 8000 und 10.000 TEU zum Einsatz. Einheiten, die nur etwas größer wären als die bereits heute in Bau befindlichen Schiffe.
Containerschifffahrt: Terminals stoßen an ihre Grenzen
Die immer größer werdenden Containerschiffe stellen immer höhere Anforderungen an Europas Häfen.