Brüssel/Belgien. Die dänische Reederei Maersk Sealand darf ihre Position als weltweit führender Containertransporteur durch die Übernahme der niederländischen P&O Nedlloyd stärken: Die EU-Kommission erlaubte die milliardenschwere Transaktion mit Auflagen. Um nicht zu mächtig zu werden, müssen die Dänen das Transportgeschäft zwischen Europa und Südafrika von P&O Nedlloyd verkaufen, teilte die Kommission nach einer sechswöchigen Wettbewerbsprüfung mit.
Die niederländische Reederei muss sich zudem aus einigen Zusammenschlüssen von Reedereien, die einen gemeinsamen Liniendienst betreiben („Konferenzen“), und Konsortien zurückziehen. Mit den Auflagen sei sicher gestellt, dass der neuen Verbund die freie Konkurrenz nicht behindere. Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy erklärte: „Wenn die Nummer Eins in der Containerschifffahrt die eigene Marktposition durch die Übernahme des drittgrößten Konkurrenten stärken will, dann müssen wir sicher gehen, dass die Spediteure und Verbraucher am Ende nicht draufzahlen.“
Die Übernahme hat nach früheren Unternehmensangaben einen Wert von 2,3 Milliarden Euro. Die zur dänischen A.P. Moller-Gruppe gehörende Maersk-Reederei baut ihren Marktanteil am weltweit seit Jahren boomenden Frachtgeschäft mit Schiffscontainern von 12 auf knapp 18 Prozent aus. Nummer Zwei der Branche ist die Mediterranean Shipping Co. (Schweiz). (dpa)